Polyurethan-Gussmaterialien bestehen im Wesentlichen aus drei Kernkomponenten: Polyol, Isocyanat und Additiven. Die Auswahl verschiedener Rohstoffe bestimmt direkt die Leistung des Endprodukts.
Polyol ist ein Schlüsselfaktor für die Flexibilität und Elastizität des Materials und wird im Allgemeinen in Polyetherpolyole und Polyesterpolyole unterteilt. Polyethersysteme weisen eine gute Hydrolysebeständigkeit auf, während Polyestersysteme eine höhere mechanische Festigkeit und Abriebfestigkeit aufweisen.
Zu den gängigen Isocyanaten gehören MDI (4,4'-Diphenylmethandiisocyanat) und TDI (Toluoldiisocyanat). MDI-Systeme sind stabiler und sicherer und eignen sich für industrielle Gussprodukte, während TDI hauptsächlich in flexiblen Schaumstoffen verwendet wird.
Zu den Zusatzstoffen gehören Katalysatoren, Kettenverlängerer, Vernetzungsmittel, Entschäumer und Farbstoffe. Katalysatoren steuern die Reaktionsgeschwindigkeit, Kettenverlängerer (wie MOCA) bestimmen Härte und Festigkeit und Entschäumer werden zur Reduzierung von Blasendefekten eingesetzt.
Bei der Formulierungsgestaltung ist es notwendig, Härte, Elastizität, Abriebfestigkeit und Verarbeitungsleistung entsprechend dem Verwendungszweck des Produkts auszubalancieren. Beispielsweise verwenden Walzen mit hohem-Abrieb typischerweise eine Formel mit hoher-Härte, während Polsterkissen eine geringere Härte und eine höhere Elastizität erfordern.

